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sofvo - eine prozesshafte Aus- einandersetzung mit solidarischer
Für- und Vorsorge in einer Stadt wie Hannover
kurzer dichter Text:
Um
der ungewissen Zukunft und der immer unsicherer werdenden Gegenwart
zu begegnen, arbeiten wir daran, einen Zusammenhang von
Interessierten in der erweiterten Hannover’schen
Nachbar*innenschaft zu bilden, um sich mit diesen schwierigen Verhältnissen
auseinanderzusetzen und nach gemeinsamen und solidarischen Umgängen
im Sinne von gegenseitige Hilfe, community prepping und solidarischer Nachbar*innenschafshilfe damit zu suchen. Dafür organisieren wir eine Reihe von Impulsen und
Werkstätten, die sich um mögliche und konkrete vor- und fürsorgende
Perspektiven und Maßnahmen für die bestehenden und kommenden Krisen
und Katastrophen drehen. Um das Ganze noch weiter zu vertiefen, aber
auch um es noch anderen Menschen zugänglich zu machen, arbeiten wir
parallel daran, gemeinsam mit Involvierten und Interessierten eine
Zeitschrift zu diesen Auseinandersetzungen herzustellen.* Die erste
Ausgabe planen wir im Juli zu veröffentlichen, die zweite im
November 2026. Links
zu Terminen finden sich in der Spalte rechts von diesem Text.
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aktuelle Termine
offene
Redaktionssitzung Freitag 17.4. 19-21h
Wie ein Kaninchen vor der Schlange?
7.5.2026, 19h
Menschen vom KollapsCafé Hannover erzählen von ihrem Angebot

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längerer,
ausführlicherer Text:
Schon seit längerer Zeit
leben wir in immer schwieriger werdenden Verhältnissen. Die nur ein
paar Jahre alte Rede von der Krise und den Krisen ist längst zum
Normalzustand geworden und lässt niemanden mehr zucken. Heute wird
von Perma-Krise und Poly-Krise gesprochen, von katastrophischen
Zuständen oder sogar vom nahenden Kollaps und alle wissen worum es
geht. Und am Horizont zeichnet sich bereits noch Schlimmeres ab.
In den Zeitungen und Nachrichtensendungen, in
den sozialen Medien im Internet oder von unseren Bekannten, Freunden
und Verwandten hören und lesen wir immer mehr von Pannen, Störungen,
Schwierigkeiten, Problemen, Zeitenwenden: die Verspätungen und
Ausfälle der Bahn, die Überlastung der Lehrerinnen und Lehrer, die
Schwierigkeiten, einen Arzt- oder Krankenhausterminen zu bekommen,
die steigenden Preise von Gas, Strom oder Benzin, die schwierige
weltpolitische Lage, das bröckelnde Verhältnis von Europa und USA,
die Kriege in der Ukraine, in Gaza, im Sudan, jetzt noch im Iran und
in noch so vielen anderen Ländern. Ganz zu schweigen von all den
Nachrichten von Waldbränden, Überschwemmungen, schmelzenden
Gletschern, Dürren, neuen Temperaturrekorden, aussterbenden
Tierarten, sozialen Unruhen, Bürgerkriegen, immer mehr Menschen, die
ihre Heimat wegen Klimakatastrophen verlassen müssen. Und nicht
zuletzt: der überall stattfindende Ruck nach Rechts.
Aber auch hier ganz nah vor Ort: die
Dauerkrankheit der Kollegin oder des besten Freundes, die dauernde
Überlastung und der nicht-enden-wollende Stress der Tante, der
Nachbarn, die Depression der Freundin oder des Großvaters, die
Radikalisierung des Onkels oder des Kollegens nach rechts, die
Handy-Sucht der eigenen Kinder, die verrückten Möglichkeiten und
Fake-News durch Künstliche Intelligenz. Und noch so viel mehr.
Manchmal klingt das alles
wie ein schlechter Hollywood Horror-Apokalypse Film, aber manchmal
auch nicht. Manchmal scheint das alles viel zu real und wirklich zu
sein. So real und schrecklich wirklich, dass wir uns das gar nicht
mehr anschauen können.
Aber weder die Krise, die Katastrophe noch der
Kollaps sind das Ende der Gesellschaft oder von unseren Familien und
Freundschaften. Unsere Leben werden und müssen in und mit dieser
immer katastrophischer werdenden Welt weitergehen. Die Frage, die
sich dann aber stellt lautet: Wie handeln wir, wenn alles, was wir
für selbstverständlich halten, nicht mehr funktioniert?
Die Gründe, die
Ansatzpunkte, die Worte dafür, die Möglichkeiten und die
Unmöglichkeiten erscheinen unüberblickbar, überlagern und
verstärken sich gegenseitig, sind miteinander verwirrt. Und sie sind
mit uns verwirrt und hinterlassen auch uns verwirrt: überfordert,
orientierungslos, verängstigt, vielleicht sogar panisch.
Wie mit all dieser
Verwirrung und diesen Herausforderungen durch die schon bestehenden
und die sich abzeichnenden Krisen und Katastrophen umgehen?
Wir wollen in den
kommenden Monaten nach Perspektiven und konkreten Ansatzpunkten und
Handlungsmöglichkeiten hier vor Ort, in dieser Stadt Hannover,
suchen. Dafür wollen wir uns ab Mitte März und das ganze Jahr 2026
lang mittels regelmäßiger Gesprächsimpuls- und Werkstattformate mit
Fragen nach solidarischer Vor- und Fürsorge, community prepping und
gegenseitiger Nachbar*innenschaftshilfe im Hinblick auf die
bestehenden und die kommenden Krisen und Katastrophen beschäftigen.
Rechts von diesem Text finden sich links zu den kommenden und den
vergangen Terminen.
Parallel zu diesen Gesprächsimpulsen und Werkstätten wollen wir zusammen mit Involvierten und
Interessierten an der Herstellung und Herausgabe einer Zeitschrift
arbeiten,* die verschiedene Fragen und Aspekte dieser
Auseinandersetzung dokumentieren, vertiefen und nochmal auf andere
Weise zugänglich machen soll. Dazu veranstalten wir monatliche
offene Redaktionstreffen im ruine hq, zu denen bei Interesse
mitzumachen einfach dazugekommen werden kann. Zum Informieren bieten
wir außerdem jeden 1. Dienstag und jeden dritten Donnerstag im Monat
jeweils von 15-18h ein Info-Café im ruine hq an. Wir planen die
erste Ausgabe im Juli, die zweite im November zu veröffentlichen.
Bei Interesse oder
Fragen, gerne eine email an sofvo@ruinehq.org
schicken.
* Die Zeitschrift wird
den Namen sofvo
tragen und konzeptuell und grafisch von Jasper Otto Eisenecker
begleitet.↑
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Zeitschriften-
termine
offene
Redaktionssitzung
Dienstag 17.3. 15-18h
Freitag 17.4. 19-21h
Dienstag 12.5. 15-18h
Freitag 19.6 19-21h
Info-Café
jeden 1. Donnerstag im Monat 15-18h
jeden 3.Dienstag
im Monat 15-18h
vergangene Termine
Welche Initiativen gib es schon in Hannover und was machen sie?
9.4.26, 19h
mit Vertreter*innen von Ernährungsrat Hannover, Aufstehen gegen Rassismus Hannover, kargah und weiteren
Hannover
im Kollaps
oder: lernen von Occupy Sandy
am 12.3.26
19h
mit Kollapsvernetzung-
Hannover
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